“It’s cottage life…”

Auch diese Woche sollte nicht vorübergehen, ohne dass wir wieder einmal extrem begeistert sind und ein “cool” einfach nicht mehr ausreicht. Diese Woche war “super mega cool”. Wir fühlen uns dank der aufgeschlossenen und lässigen Lebensweise der Kanadier wirklich wohl. Was ist also seit letztem Montag passiert?

Auf der Farm hatten wir diese Woche nun einmal auch das Sagen, denn Kathy hat sich ein bisschen Zeit genommen, um ihre Tochter im nördlich gelegenen Cottage zu besuchen. “Cottage” bedeutet so viel wie Haus am See/Ferienhaus (aber immer am See ;-))… Es gehörte ursprünglich dem Großvater, der dieses unglaublich wunderschöne Wassergrundstück in den 50igern für 25!!CAD kaufte und dort zwei Häuser baute. Platz ist dort oben ca. für 15 Leute. Einfach unglaublich! Grundstückspreise sind in Kanada allgemein billiger als in Deutschland. Diese Ressource ist einfach im Überschuss vorhanden und man bedenke auch, dass in ganz Kanada an sich weniger Menschen wohnen, als in Deutschland. Wir mussten auf jeden Fall für diese drei Tage den Laden schmeißen, was dann doch recht viel Arbeit war, wenn man sich um alle Tiere kümmern muss. Zusätzlich musste ein Alapcababy mit der Flasche gefüttert werden. Das war ein etwas schwierigerer Akt, denn wir haben es wirklich fast stündlich versucht. Die kleinen Tierchen sind wirklich sehr lebendig und der lange Hals ist auch irgendwie schlecht zu halten. Durch einzigartiges Teamwork konnten wir der Kleinen dann doch zu zweit die Flasche geben. Außerdem gibt es nun auch ein neues Pferd namens “Rodeo”. Das gehört einer Studentin aus Peterborough, die erst vor kurzem hergezogen ist und hier studieren wird. Endlich die Reitpartnerin, auf die ich gewartet habe! Am Freitag waren wir dann auch recht froh, dass die Chefin wieder im Hause war, um sich auch um einiges zu kümmern.

Junkfood

überall Junkfood

Wir haben uns dann spontan auf die Bikes geschwungen und sind nach Downtown gefahren, um dort eine Exhibition  der Agricultural Society  zu besuchen. Ich muss sagen, das war wirklich ein Fest, wie man es aus den Filmen kennt. Seeeehr viel Junk Food, bunter Rummel, viele tolle Shows, viele Menschen à la “Super Size me” … na ja auch wir konnten uns den Junkfood Reizen nicht entziehen und hatten ein nettes Abendbrot dort. Dann haben wir uns noch eine Truckpulling Show angesehen. Na ja… für mich war es nicht wirklich was, aber es scheint sehr trendy  bei den Kanadiern zu sein. Es hat nicht lange gebraucht, bis ich verstanden habe, um was es eigentlich geht: Dreck, ganze viel Krach und gute starke Motoren.

Truckshow

Truckshow

Truckpulling

Truckpulling

Am Abend hat uns Larry mit seinem Truck abgeholt und uns wieder nach Hause gebracht. Im dunkeln Fahrrad fahren sei zu gefährlich in Peterborough ;-) (na klaaar!).

Kanadas Abendhimmel

Kanadas Abendhimmel

Am Samstag habe ich am Vormittag ein bisschen weiter rum gepinselt bis es dann überraschenderweise hieß: “Macht euch fertig! Ihr fahrt zum Cottage.” Yeah darauf hatte ich auch so richtig Bock. Alexandra, das Mädchen der befreundeten Farm, war auch mit von der Partie. Kathy hat uns dann bis zu dem See gefahren wo das Cottage liegt. Dort angekommen haben wir Stephanie angerufen, um uns mit dem Motorboot abzuholen. Das Cottage liegt am Kasshabog Lake. Auf dem See sind sehr viele kleine Inseln und es gibt viele Buchten.

Kasshabog Lake

Kasshabog Lake

Warten auf unser Seetaxi

Warten auf unser Seetaxi

Gepäck einladen

Gepäck einladen

Stephanie hat uns dann abgeholt und zum Cottage gebracht. Auf dem Cottage waren dann viele verschiedene Leute. Freunde von Stephanie, ihr Vater mit neuer Frau und deren Freunde. Genug Platz war für alle dort. Die Leute waren alle wirklich sehr nett und es war toll sie kennenzulernen. Auf jeden Fall haben sie uns beigebracht was kanadische ” Cottage life” bedeutet (nähere Details ;-) gibt’s nur privat). Nur zwei Stunden nach Ankunft fand Alexandra schon einen passenden Namen für diesen wundervollen Ort (KC–> ist eine geheime Abkürzung ;-))!

Das Cottage

Das Cottage

Wir sind dann schwimmen gegangen und haben es uns so richtig gut gehen lassen. Das Wasser war auch so richtig schön warm. Hätte ich ja bei so einem riesen See nicht erwartet und schon gar nicht in Kanada. Aber der See war wärmer als die Luft draußen. Später am Abend haben wir eine Motorboot-Tour gemacht. Das war wirklich einmal Kanada wie aus den Bilderbüchern. Eine wunderhübsche Natur, viel Wald, Inseln, Felsen und Wasser soweit man sehen kann. Ziel der Tour war ein Sandstrand der auf einer anderen Insel war. Dort haben wir ein bisschen Zeit verbracht, aber leider wurde es dann recht schnell kalt und Einige in der Gruppen wollten dann unbedingt noch Wakeboarden gehen.

Alexandra liebt das Speedboot

Alexandra liebt das Speedboot

Sandstrand on the lake

Sandstrand on the lake

Am Lake

Rumhängen am Lake

 

Zurück am Cottage habe ich mich erstmal hingelegt, weil ich irgendwie ziemlich fertig war und habe mich eine halbe Stunde ausgeruht. Alexander ist dann mit den anderen Wakeboarden gegangen. Sein allererstes Mal und er hat es natürlich gleich geschafft im Wasser aufzustehen. Die Kanadier haben den Mund nicht mehr zubekommen. Er war dann der Wakeboardstar des Abends! Anscheinend ist es ziemlich unnormal, dass man gleich beim ersten Versuch aufs Board kommt und durch die Gegend fährt. Ich wollte es gar nicht erst versuchen. Die Kraft hatte ich nicht ;-)!

Wakeboard Rockstar

Wakeboard Rockstar Alex

Später wurde dann erstmal Dinner gemacht und wir hatten ein sehr nährreiches Barbecue Fleischessen ;-) Lecker! Lecker! Der Abend ist dann sehr schön am Lagerfeuer ausgeklungen. Bei dem klaren Himmel konnte man sogar Kanadas Sterne sehen. Und manche behaupten sogar, dass da Sternschnuppen waren. Wer weiß… wer weiß…

Nach einer ruhigen Nacht in unserem Cottagebettchen haben wir dann gegen Mittag den Tag begrüßt, gefrühstückt und Kaffe getrunken, um dann den Tag chillaxed am Cottage rumzuhängen und am Abend die Sonne beim untergehen zu beobachten.

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

immer noch Sonnenuntergang

immer noch Sonnenuntergang

Später wurden wir dann leider wieder von Kathy abgeholt und es ging zurück auf unsere Farm. Natürlich haben wir die Tiere schon vermisst ;-)! Wie sehr hätten wir uns gewünscht, dass wir nur noch ein paar Tage länger im Cottagewunderland hätten verbringen können. Aber wer weiß, vielleicht haben wir nochmal die Möglichkeit dort hinzukommen. Jetzt freuen wir uns auf die neue Woche, die am Mittwoch für einen kurzen Trip zu den Niagarafalls unterbrochen wird.

 

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3 Responses to “It’s cottage life…”

  1. Ira sagt:

    schön! молодец!

  2. Lisa 2 sagt:

    ach, wie zauberhaft!

  3. Ira sagt:

    was ist mit dem Wasserfall? War es toll? Wie geht es euch?
    liebe Grüße

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