Into the Wild – Camping im Algonquin Provincial Park

Diese Woche haben wir relataiv spontan entschieden etwas campen zu gehen. Ein wirklich beliebter, der älteste (eröffnet 1893) sowie größte Park (7800 km^2) in Onatrio ist der Algonquin Park ca. 3 1/2 Stunden nördlich von Toronto. Bisher war meine Kanadareise noch sehr vergleichbar mit anderen Auslandsaufenthalten oder Natur wie ich sie auch aus der Uckermark kenne. Doch Kanada ist wirklich etwas gaaaaanz besonderes.

 

Elch im Wald

DSC01734 Meine erste Elchsichtung

 

Dieses Wochenende konnte ich endlich erfahren, was Kanada so einzigartig macht – eine einfach atemberaubende Naturlandschaft in den hunderten von Parks. Kanada ist wirklich ein Topland, was den Naturschutz angeht. So gibt es  tiefgrüne Kiefernwälder, zerklüftete Felsen,tausende kristallklare Seen, rauschende Bäche, moosige Sümpfe und Wildlife pur ;-), wie man ja auf dem Photo schon sehen kann. Ich habe mich gleich erstmal einem Elch bekanntgemacht. Wohlgemerkt handelt es sich hier noch um ein kleines “Kälbchen”. Mutti stand hinten im Wald und hat schon nervös gerufen. Aber der kleine Racker hinter mir schien doch sehr interessiert an Menschen zu sein.

Maple Leaf

Maple Leaf – Indian Summer is coming

Um in den Park zu kommen, haben wir ein Auto gemietet. Das ist in Canada wirklich relativ günstig, vor allem wenn man sich die Kosten mit mehreren Leuten teilt. Wir haben pro Tag ca. 22 CAD (ca. 16 Euro) bezahlt. Bei den (für uns Deutsche) günstigen Benzinpreisen (ca. 87 cent pro Liter) ist die Fahrt mit dem Auto hier doch noch recht “machbar”. Durch den Park selber führt nur eine Straße, die ca. 60 km lang ist. Hineinfahren kann man also nur über zwei Gates – Das East (“KM 56″) oder West Gate (“KM 0″) Die Kilometerangaben gelten als Orientierungspunkte bei Straßenmarkierungen. Hier allerdings ist der Haken mit dem Auto. In Kanada muss man oft für die Fahrzeuge in den Parks zahlen, wir schätzen ca. 10 – 20 CAD. Das war in der Rechnung am Ende leider nicht mehr identifizierbar, weil noch andere Kosten fürs Camping dazu kamen. Wild campen im Hinterland kostet nämlich auch 11 CAD pro Nacht. Der Ausflug ist also nicht so günstig, wie man denkt. Wer wirklich nur Tagesausflüge machen will, sollte sich überlegen außerhalb des Parks zu zelten oder in ein Motel/Hostel zu gehen und dann mit dem Kanu/Kajak über eine Wasserstraße in das Hinterland vorzudringen. Ich allerdings wollte unbedingt mitten im Wald schlafen ;-)! Also haben wir uns einfach eine der vielen Campingstationen ausgesucht. Es ist empfehlenswert am East oder Westgate eine Parkzeitung zu holen (kostenlos). Hier sind Pläne aller Campingplätze drinnen und ebenso Artikel über das Verhalten gegenüber Bären etc.! Das ist dann schon etwas anders als in Deutschland mit dem Campen. Hier leben eben doch kleine flauschige Tierchen, die unter gewissen Umständen doch mal gefährlich werden können. Da sollte man gewisse Verhaltensregeln beachten, um bestens gerüstet zu sein. Allerdings ist es, gerade bei längeren Wanderungen durch Kanadas Parks, vielleicht doch empfehlenswert zumindest ein Bärenspray einzupacken  (Pfefferspray eben nur für Bären), sicher ist sicher. Aber normalerweise greifen Bären Menschen nicht an. Gewarnt wird aber trotzdem überall vor Ihnen. In der Campzeitung stand sogar, dass man bei Wanderungen in der Wildnis eine Langaxt mitnehmen soll. Das finde ich allerdings etwas übertrieben.

Woman needs a fire

Woman needs a fire ;-)

Campen am Canisbay Lake

Campen am Canisbay Lake

Chillaxen am Canisbay Lake

Chillaxen am Canisbay Lake

Nachdem wir es am Freitag dann geschafft haben unser Zelt aufzubauen, haben wir uns noch einmal los zu einem See gemacht um dort den Tag ausklingen zu lassen. Denn am nächsten Tag sollte es gleich losgehen auf große Kajakreise. Das war auch wunderschön und entspannend. Am liebsten hätte ich gleich eine mehrtägige Tour gemacht ;-), aber leider haben wir ja nur das eine Wochenende. Natürlich haben wir auch diesmal versucht ein paar Tiere zu sichten, aber diesmal hatten wir leider kein Glück (außer ein paar Fische, Eichhörnchen und Fliegen). In der Nacht konnte man wirklich in der Tat die Wölfe im Park heulen hören. War ganz schön gruselig ;-). Auf der Farm haben wir ja immer die Hunde, die uns vor den Kojoten beschützen (die kommen in letzter Zeit jede Nacht), aber hier im Park muss man einfach mutig sein! In unserer zweiten Nacht hatten wir übrigens auch Besuch von irgendwelchen Tieren direkt am Zelt. Obwohl wir die strikte Anweisung, Essen und Müll im Auto zu lagern befolgt haben. Trotzdem haben uns irgendwelche Waschbären/Füchse/Wildschweine (wir sind nicht ganz sicher) nachts auf Trapp gehalten, indem sie fröhlich um unser Zelt gestampft sind und sich um irgendwas stritten oder hermachten. Man konnte sie sogar am Zelt schnuppern hören. *haha Der Geruch muss sie verjagt haben oder die “panic” Funktion unserer Jeeps, die wir vor lauter Bammel alle paar Minuten angemacht haben (hier haben manche Autos einen Knopf am Schlüssel, der die Alarmanlage auslöst). Na ja gut, wahrscheinlich haben wir nur unsere Nachbarn geweckt. Sonderlich interessiert haben sich die Tiere für das laute Hupen unserer Alarmanlage nicht. Allerdings konnte man in dieser Nacht mehrere Alarmanlagen auf dem Campingplatz ertönen hören. Wir waren wohl nicht die einzigen mit animalischen Besuch.

ajaktour im Algonquinpark

Kajaktour im Algonquinpark

Kajaktour

Kajaktour Landschaft

Seerose

Seerose im Algonquinpark

Kajaktour

Kajaktour Pause und Baden

Am Sonntag haben wir uns dann auf gemacht, um im Hinterland zu wandern. Wir haben uns für den Anfang für eine mittelschwere 8 km Wanderung entschieden. Man darf die Wege hier nicht unterschätzen. Für 8 km sollte man laut Parkzeitung 4 Stunden brauchen! Der Trail heißt Track&Tower und ist wirklich sehr empfehlenswert. Der Weg führt am Seeufer entlang und mündet an einem echt tollen Aussichtspunkt bei dem man über den See und die Wälder des Algonquin Parks schauen kann. Echt Hammer! Der Aufstieg lohnt sich, auch wenn man echt ins Schwitzen kommt.

Alex auf dem Baumstamm

Alex auf dem Baumstamm

Where am I going?

Where am I going?

Track&Tower Trail

Track&Tower Trail

Erste Spuren vom Indian Summer

Erste Spuren vom Indian Summer

 

Aussicht des Track&Tower Trails

Aussicht des Track&Tower Trails

Das Wochenende war echt super! Auf jeden Fall ist mir jetzt bewusst (vorher war ich da noch echt skeptisch) wozu man eine gute Outdoorausrüstung braucht. In Flipflops braucht man hier nicht losstiefeln. Das war defintiv nicht mein letzter Outdoortrip in Kanada. In Britisch Columbia und Alberta wird es mich dann wohl öfter in de Wildniss locken. Es macht wirklich sehr viel Spaß!

 

 

 

 

 

 

 

 

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3 Responses to Into the Wild – Camping im Algonquin Provincial Park

  1. Veronika sagt:

    Fein, fein. Ich möchte weder Elch noch Bär ;)

  2. Ela sagt:

    Ich bin begeistert!! (und ein wenig neidisch ;-) )
    Sieht aus als hättet ihr eine richtig gute Zeit.

  3. Steffi sagt:

    Bring mir mal so einen Babyelch mit ja? :-) Sieht sehr cool aus Süße :-)

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